29.6.2025 - Helgoland

Heute lassen wir uns Zeit, denn unser Schiff nach Helgoland geht erst um 11.05 Uhr. Wir fahren nach 9 Uhr gemütlich zum Hafen und gehen noch mal ein Stück um die Südspitze. Da Thomas sein Tele auf diesem Spaziergang nicht mitge-nommen hat, mache ich ein paar Vogelfotos.
Das Schiff hat Verspätung, es kommt aus Sylt. Die Fahrt ist turbulent, man sollte nicht glauben, dass es bei Ebbe solche Wellen gibt. Thomas wird irgendwann schlecht, bei mir geht's. In Helgoland angekommen gehen wir gleich die Steigung und Treppen hinauf ins Oberland zum riesigen Sendemast.
Dann gehen wir zusammen mit vielen anderen Touristen die Klippen entlang bis zur Langen Anna.
Die Wiesen auf dem Oberland werden von Ziegen kurz gehalten.
Dort, auf den letzten Abhängen brüten Basstölpel, Lummen, Möwen und wohl auch Tordalken. Man kommt teilweise bis auf 1-2 Meter an die Vögel heran. Viele Basstölpel haben Jungtiere, es sind auch dunkler gefärbte Halbwüchsige dabei (die sind wohl erst nach 5 Jahren ausgefärbt). Man kann die Vögel auch super beim Fliegen fotografieren, denn der Wind trägt sie gemächlich am Fels empor.
Zwischen den Tölpeln brüten auch Lummen am roten Fels.
Basstölpel sind wirklich hübsche Vögel. Aber sie stinken auch ganz schön. Die Nester beinhalten leider sehr viel Plastik, Netzteile etc. Viele Jungvögel sind sicher schon in diesem Müll umgekommen, weil sie sich darin verstrickt haben.
Und hier jetzt noch die versprochenen Flugfotos:
Wir setzen den Weg fort, wieder hinunter zum Strand, dann in die City. Auf einer Bank ruhen wir uns etwas aus. Thomas nimmt 2 Reisetabletten, ich eine. Am Hafen gibt es einige Duty Free Läden und ein alter Fischkutter liegt hier vor Anker.
Die Rückfahrt wird noch turbulenter als die Hinfahrt, aber ich kann sogar dabei mit geschlossenen Augen dösen und auch Thomas wird nicht noch einmal schlecht. Als das überstanden ist, fahren wir zur Unterkunft, duschen und essen einen Burger. Zum Sonnenuntergang fahren wir an den Strand bei Nebel. Hier gibt es nicht so viele Prile und wir müssen schauen, was sich hier machen lässt. Da Thomas zum Sonnenuntergang kein Tele mitgenommen hat, fotografiere ich den Austernfischer, der in den Wellen nach Fressbarem sucht. Das Quermarkenfeuer thront auf der Düne im Abendlicht.
Die Sonne muss kurz vor dem Horizont doch wieder durch eine Wolkenschicht, tropft dann aber wie glühender Stahl ins Meer.

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